Tag 1 & 2
1874, der Expeditionsreisende Henry Morton Stanley legt in Stone Town an, der Hauptstadt der Insel Uguja, besser bekannt als Sansibar. Stanley schreibt: „Die Stadt ist das Bagdad, das Isfahan, das London und das Istanbul Ostafrikas.“ Genau die Vielfalt macht den Geschmack, den Duft und die Kultur der Stadt aus. Auch heute noch besitzt Stone Town, die Altstadt von Sansibar-Stadt, viel Charme. Einer der zahlreichen Gründe sind die prächtigen Kolonialpaläste aus Korallengestein, die zum größten Teil restauriert wurden und nun in neuem Glanz erstrahlen, etwa das portugiesische Fort oder die wunderschönen Forodhani-Gärten. Bei einer Reise mit uns nach Tansania , zum Beispiel „Bush & Sansibar“ tauchen Sie genau in diese unbeschreibliche Stimmung ein. Vor dieser Kulisse träumt es sich leicht ins Land der Sultane und Prinzessinnen. Und während man durch die heißen, menschenleeren Gassen schlendert, erzählt einem vielleicht ein Einheimischer die Geschichte von Salme, der Schwester eines ehemaligen Herrschers, die sich in den 1860er Jahren in einen deutschen Diplomaten verliebte und mit ihm nach Hamburg floh. Nie sollte sie aufhören ihre Heimat in den schillerndsten Farben zu schildern. Das kann man gut verstehen, vor allem zur blauen Stunde, wenn die Abendsonne alles in goldenes Licht taucht: vom Markt wehen Vanille-, Sternanis- und Curry-Aromen herüber. An der Uferpromenade erwacht das Leben. Die jungen Sansibari messen sich bei gekonnten Sprungen von der Kaimauer ins Hafenbecken der Stadt. Und im Wasser schaukeln Holzboote, die traditionellen Daus. Lust, auf eine der vielen anderen Inselchen des Archipels hinüberzusegeln? Zum Beispiel nach Pemba Island?