Tipps für mehr Effizienz auf dem B — myvelo.de

In diesem Artikel erhältst Du praktische Tipps für mehr Effizienz auf dem Triathlonrad, speziell für Anfänger: Von der richtigen Sitzposition über sinnvolle Trainingsmethoden bis zur Optimierung Deiner Trittfrequenz. So machst Du aus jedem Training mehr – ohne Dich zu überfordern.

Warum das Radtraining im Triathlon so wichtig ist

Viele Einsteiger unterschätzen, wie sehr sich das Triathlonrad-Training vom reinen Rennradfahren unterscheidet. Im Triathlon fährst Du meist allein gegen die Uhr – ohne Windschatten, dafür mit Aero-Position. Außerdem musst Du nach dem Radfahren noch laufen können.
Effizienz auf dem Rad bedeutet also nicht nur Geschwindigkeit, sondern auch:

  • Kräfte sinnvoll einteilen

  • Ökonomisch pedalieren

  • Die Muskulatur schonen, die Du fürs Laufen brauchst

Sitzposition und Bikefitting – der Schlüssel zur Effizienz

Einer der größten Fehler bei Triathlon-Anfängern: Einfach ein Triathlonrad fahren, ohne es richtig auf den eigenen Körper einzustellen. Dabei gilt: Komfort = Leistung.

Ein professionelles Bikefitting hilft Dir, die perfekte Balance zwischen Aerodynamik und Effizienz zu finden. Achte besonders auf:

  • Sattelhöhe und -position: Zu tief = weniger Kraft; zu hoch = Instabilität

  • Auflieger-Länge: Zu lang führt zu Verspannungen, zu kurz kostet Aerodynamik

  • Knie- und Hüftwinkel: Entscheidend für effizienten Tritt und spätere Laufleistung

💡 Tipp: Schon ein kleines Bikefitting bei einem erfahrenen Triathlonshop kann Wunder wirken – vor allem für Einsteiger.

Grundlagen schaffen: Die Basis-Ausdauer

Auch wenn das Training manchmal langweilig erscheint – die Grundlagenausdauer ist das Fundament. Und gerade als Anfänger ist es entscheidend, den Körper langsam an längere Belastungen zu gewöhnen.

So baust Du Ausdauer auf:

  • 2–3 Radeinheiten pro Woche

  • 60–90 Minuten im moderaten Tempo (GA1-Bereich, etwa 60–70 % Deiner maximalen Herzfrequenz)

  • Möglichst konstante Belastung – also flache Strecken oder Indoor-Trainer

🏁 Ziel: Du solltest 2–3 Stunden am Stück im Sattel sitzen können – ohne Einbruch.

Trittfrequenz optimieren – locker statt drücken

Viele Einsteiger treten zu hart und langsam, was die Beinmuskulatur schnell ermüdet – und Dir beim anschließenden Lauf den Rest gibt.

🌀 Optimale Trittfrequenz: 85–95 Umdrehungen pro Minute (RPM)

Wie trainiert man das?

  • Nutze die Kadenzanzeige am Radcomputer oder Smarttrainer

  • Übungen mit hoher Frequenz (100–110 RPM für 1–2 Minuten, dann normal weiter)

  • Einbeiniges Pedalieren (z. B. auf der Rolle): Hilft, den runden Tritt zu verbessern


Intervalltraining – mehr Leistung, weniger Zeit

Sobald Du eine gute Grundlagenausdauer hast, solltest Du gezielt an Deiner Kraft und Geschwindigkeit arbeiten. Intervalltraining ist dafür ideal – es macht Dich effizienter, ohne dass Du stundenlang fahren musst.

Einsteigerfreundliches Beispiel (45 Minuten gesamt):

🏋️ Fortgeschrittene Varianten: Wechselintervalle, Sweet Spot-Training, Bergeinheiten

Koppeleinheiten: Rad + Lauf kombinieren

Im Triathlon kommt nach dem Radfahren bekanntlich der Lauf – und genau dieser Wechsel ist für viele Einsteiger brutal. Koppeleinheiten helfen Dir, den Übergang zu trainieren und effizient zu gestalten.

So geht’s:

  • Nach dem Radtraining direkt 10–15 Minuten locker laufen

  • 1x pro Woche, besonders im letzten Drittel der Vorbereitungsphase

  • Fokus: Beine aktivieren, nicht auf Tempo achten

Mit der Zeit gewöhnt sich Dein Körper an den Wechsel – und Dein Triathlon-Feeling wird viel besser!

Indoor vs. Outdoor – Was ist besser?

Für Einsteiger ist das Training auf der Rolle oder dem Smarttrainer oft effizienter, weil:

  • Du konstante Belastung fahren kannst

  • Es keine Ampeln, Verkehr oder Wetter gibt

  • Du gezielte Programme (z. B. mit Zwift oder TrainerRoad) nutzen kannst

Aber: Outdoor-Fahrten sind wichtig für Sicherheit, Kurventechnik und das Fahrgefühl auf längeren Strecken.

🔁 Ideal: 1x Rolle (Intervall), 1x draußen (Grundlage), 1x Koppeleinheit pro Woche

Techniktraining: Auch für Anfänger entscheidend

Auch wenn’s nicht spektakulär klingt – gute Fahrtechnik spart Kraft und bringt Sicherheit.
Dazu gehören:

💡 Tipp: Film Dich bei einer Trainingseinheit oder bitte jemanden, ein Feedback zur Haltung zu geben.

Ernährung beim Radtraining

Effizient trainieren bedeutet auch: gut versorgt sein.
Schon bei Einheiten ab 60 Minuten solltest Du:

  • Alle 15–20 Minuten ein paar Schlucke trinken

  • Bei Einheiten über 90 Minuten: Kohlenhydrate zuführen (z. B. Gel, Riegel, Banane)

  • Nach dem Training auf Regeneration achten (Protein + Kohlenhydrate)

Konstanz schlägt Perfektion

Einer der wichtigsten Tipps zum Schluss: Bleib konstant, auch wenn nicht jedes Training ideal läuft.
Du musst nicht alles perfekt machen – aber regelmäßig. Fortschritt entsteht durch Wiederholung, nicht durch Heldentaten.

Setze Dir realistische Ziele wie:


Fazit: Effizienz beginnt im Kopf – und im Sattel

Als Anfänger im Triathlonrad-Training musst Du nicht alles auf einmal können. Es geht darum, Stück für Stück besser zu werden – und die Freude am Fortschritt zu spüren.
Mit der richtigen Sitzposition, strukturiertem Training und ein wenig Geduld wirst Du merken: Das Triathlonrad wird zu Deinem Freund

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