In diesem Artikel erhältst Du praktische Tipps für mehr Effizienz auf dem Triathlonrad, speziell für Anfänger: Von der richtigen Sitzposition über sinnvolle Trainingsmethoden bis zur Optimierung Deiner Trittfrequenz. So machst Du aus jedem Training mehr – ohne Dich zu überfordern.
Warum das Radtraining im Triathlon so wichtig ist
Viele Einsteiger unterschätzen, wie sehr sich das Triathlonrad-Training vom reinen Rennradfahren unterscheidet. Im Triathlon fährst Du meist allein gegen die Uhr – ohne Windschatten, dafür mit Aero-Position. Außerdem musst Du nach dem Radfahren noch laufen können.
Effizienz auf dem Rad bedeutet also nicht nur Geschwindigkeit, sondern auch:
Kräfte sinnvoll einteilen
Ökonomisch pedalieren
Die Muskulatur schonen, die Du fürs Laufen brauchst
Sitzposition und Bikefitting – der Schlüssel zur Effizienz
Einer der größten Fehler bei Triathlon-Anfängern: Einfach ein Triathlonrad fahren, ohne es richtig auf den eigenen Körper einzustellen. Dabei gilt: Komfort = Leistung.
Ein professionelles Bikefitting hilft Dir, die perfekte Balance zwischen Aerodynamik und Effizienz zu finden. Achte besonders auf:
Sattelhöhe und -position: Zu tief = weniger Kraft; zu hoch = Instabilität
Auflieger-Länge: Zu lang führt zu Verspannungen, zu kurz kostet Aerodynamik
Knie- und Hüftwinkel: Entscheidend für effizienten Tritt und spätere Laufleistung
💡 Tipp: Schon ein kleines Bikefitting bei einem erfahrenen Triathlonshop kann Wunder wirken – vor allem für Einsteiger.
Grundlagen schaffen: Die Basis-Ausdauer
Auch wenn das Training manchmal langweilig erscheint – die Grundlagenausdauer ist das Fundament. Und gerade als Anfänger ist es entscheidend, den Körper langsam an längere Belastungen zu gewöhnen.
So baust Du Ausdauer auf:
2–3 Radeinheiten pro Woche
60–90 Minuten im moderaten Tempo (GA1-Bereich, etwa 60–70 % Deiner maximalen Herzfrequenz)
Möglichst konstante Belastung – also flache Strecken oder Indoor-Trainer
🏁 Ziel: Du solltest 2–3 Stunden am Stück im Sattel sitzen können – ohne Einbruch.
Trittfrequenz optimieren – locker statt drücken
Viele Einsteiger treten zu hart und langsam, was die Beinmuskulatur schnell ermüdet – und Dir beim anschließenden Lauf den Rest gibt.
🌀 Optimale Trittfrequenz: 85–95 Umdrehungen pro Minute (RPM)
Wie trainiert man das?
Nutze die Kadenzanzeige am Radcomputer oder Smarttrainer
Übungen mit hoher Frequenz (100–110 RPM für 1–2 Minuten, dann normal weiter)
Einbeiniges Pedalieren (z. B. auf der Rolle): Hilft, den runden Tritt zu verbessern
Intervalltraining – mehr Leistung, weniger Zeit
Sobald Du eine gute Grundlagenausdauer hast, solltest Du gezielt an Deiner Kraft und Geschwindigkeit arbeiten. Intervalltraining ist dafür ideal – es macht Dich effizienter, ohne dass Du stundenlang fahren musst.
Einsteigerfreundliches Beispiel (45 Minuten gesamt):
🏋️ Fortgeschrittene Varianten: Wechselintervalle, Sweet Spot-Training, Bergeinheiten
Koppeleinheiten: Rad + Lauf kombinieren
Im Triathlon kommt nach dem Radfahren bekanntlich der Lauf – und genau dieser Wechsel ist für viele Einsteiger brutal. Koppeleinheiten helfen Dir, den Übergang zu trainieren und effizient zu gestalten.
So geht’s:
Nach dem Radtraining direkt 10–15 Minuten locker laufen
1x pro Woche, besonders im letzten Drittel der Vorbereitungsphase
Fokus: Beine aktivieren, nicht auf Tempo achten
Mit der Zeit gewöhnt sich Dein Körper an den Wechsel – und Dein Triathlon-Feeling wird viel besser!
Indoor vs. Outdoor – Was ist besser?
Für Einsteiger ist das Training auf der Rolle oder dem Smarttrainer oft effizienter, weil:
Du konstante Belastung fahren kannst
Es keine Ampeln, Verkehr oder Wetter gibt
Du gezielte Programme (z. B. mit Zwift oder TrainerRoad) nutzen kannst
Aber: Outdoor-Fahrten sind wichtig für Sicherheit, Kurventechnik und das Fahrgefühl auf längeren Strecken.
🔁 Ideal: 1x Rolle (Intervall), 1x draußen (Grundlage), 1x Koppeleinheit pro Woche
Techniktraining: Auch für Anfänger entscheidend
Auch wenn’s nicht spektakulär klingt – gute Fahrtechnik spart Kraft und bringt Sicherheit.
Dazu gehören:
💡 Tipp: Film Dich bei einer Trainingseinheit oder bitte jemanden, ein Feedback zur Haltung zu geben.
Ernährung beim Radtraining
Effizient trainieren bedeutet auch: gut versorgt sein.
Schon bei Einheiten ab 60 Minuten solltest Du:
Alle 15–20 Minuten ein paar Schlucke trinken
Bei Einheiten über 90 Minuten: Kohlenhydrate zuführen (z. B. Gel, Riegel, Banane)
Nach dem Training auf Regeneration achten (Protein + Kohlenhydrate)
Konstanz schlägt Perfektion
Einer der wichtigsten Tipps zum Schluss: Bleib konstant, auch wenn nicht jedes Training ideal läuft.
Du musst nicht alles perfekt machen – aber regelmäßig. Fortschritt entsteht durch Wiederholung, nicht durch Heldentaten.
Setze Dir realistische Ziele wie:
Fazit: Effizienz beginnt im Kopf – und im Sattel
Als Anfänger im Triathlonrad-Training musst Du nicht alles auf einmal können. Es geht darum, Stück für Stück besser zu werden – und die Freude am Fortschritt zu spüren.
Mit der richtigen Sitzposition, strukturiertem Training und ein wenig Geduld wirst Du merken: Das Triathlonrad wird zu Deinem Freund
