Reisebericht Oman – Meine Welt Reisen

Von den bizarren Bergen des Oman führte unsere Oman Rundreise weiter in die Wüste Wahiba Sands. Entlang der Straße, Richtung Nizwa, ging es nach Dschanub asch-Scharqiyya wo ein Eingang zum Wüstental liegt. Die Wüste Wahiba Sands ist schon lange vor der Ankunft zu erkennen. Wüstensand weht durch die Luft und im Schatten der Bäume und Sträucher suchen Kamele Schutz vor der Sonne. Bevor wir mit dem Geländewagen zur Wüste aufbrachen, gab es noch einen kurzen Stopp, um den Reifendruck anzupassen. Weniger Druck in der Reifen des Geländewagen erhöht in der Wüste die Auflagefläche der Reifen und somit den Gripp des Fahrzeuges. Dann ging es los, ein Highlight der Oman Rundreise wartete.

Wir fuhren den Dünen der Wahiba Sands Wüste entgegen. Gelb mit einem roten Schimmer öffnete sich die Wahiba Sands am Horizont. Es ist einfach ein fantastischer Anblick, wenn man in das Wüstental fährt und sich die Sand Dünen rechts und links des Weges 80 -100 Meter erheben. Kamelherden und einzelne vertrocknete Bäume säumten unseren Weg. Die Szenerie wirkte wie aus einem Drehbuch und begeisterte jeden auf seine Art.

Der Fahrer unseres Geländewagens zeigte uns auch gleich, was in Schräglage auf einer Düne möglich ist. Während wir auf den Hänger der endlos scheinenden Sanddünen entlang fuhren, rann hinter uns der Sand wie Wasser in das flache Tal ab. Nach einigen Fotostopps und wilden Fahrten kamen die Wüstencamps in Sicht. Wie unwirklich es erscheint, in einer so lebensfeindlichen Landschaft ein Camp vorzufinden, was viele Annehmlichkeiten des Alltags bietet. Strom, W-Lan, TV, Klimaanlage und ein eigenes Badezimmer mit Dusche gehören zum Standard des Camps. Die Unterkünfte sind kleine Häuser die von Palmen eingefasst sind. Auf der Terrasse, die an jedem Haus verfügbar ist, kann man am Abend gemütlich den Tag ausklingen lassen und den Blick in die Wüste genießen.

Fast schon ein Muss war es für mich, einen Sonnenaufgang in der Wüste zu beobachten. Früh morgens, so gegen fünf, ging es los. In dunkler Nacht und bei milderen Temperaturen ging es aus dem Camp und zu den Dünen, die östlich liegen. Der Aufstieg auf eine Sanddüne ist fordernd und nicht mit Bergen oder Hügeln zu vergleichen. Man sinkt tief in den Sand ein und rutscht bei jedem Schritt wieder etwas hinab.  So können aus 80 Höhenmetern gut 160 Höhenmeter im Aufstieg werden. Der Anstrengung zum Trotz ist das Ziel, im warmen Sand sitzend und in die Wahiba Sands blickend, den gleißenden Sonnenaufgang am Horizont zu beobachten. Ein unvergessliches Erlebnis.

en_USEnglish