Die Migration der Tiere – Tierwanderung in der Serengeti

Das Gnu ist das wichtigste Tier in der Serengeti! Diese etwas „unattraktiv“ aussehende Antilope gehört zu den „Ugly five in Afrika“ und treibt mit ihrer Wanderung einen Kreislauf des Lebens an. 

 

Seit Jahrhunderten werden die Massai und andere Stämme immer wieder von den Gnus überrascht. Ein afrikanisches Volksmärchen erzählt, dass das Gnu aus übrig gebliebenen Körperteilen bei der Schöpfung anderer Tiere erschaffen wurde. Man sagt: „Das Gnu hat den Kopf eines Warzenschweines, den Hals eines Büffels, Streifen eines Zebras und den Schwanz einer Giraffe.“ In unterschiedlichen Versionen wird auch erzählt, dass das Gnu das Gehirn eines Flohs hat. 

 

Die etwas unbeholfen aussehenden Gnus sind aber in der Lage, bei Gefahr auf 80 Stundenkilometer zu beschleunigen. Da haben Hyäne und Löwe kaum eine Chance. Auch haben Gnus die seltene Gabe, Gegenden zu finden, in denen es regnet. Dort finden sie dann eine frische Graslandschaft vor. Besonders anpassungsfähig ist die Strategie der Gnus, ihrem Nachwuchs einen sicheren Start ins Leben zu ermöglichen. Sie verstecken den Nachwuchs nicht, sondern nutzen die Größe der Herden zum Schutz vor Raubtieren. Alle ca. 500.000 Kälber werden innerhalb von 3 Wochen geboren, stehen 7 Minuten nach der Geburt auf eigenen Beinen und nach 24 Stunden können sie der Mutter problemlos folgen. 

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