Der Skeleton Coast National Park, zu Deutsch auch nur die Skelettküste genannt, ist ein Nationalpark im Norden der Namib. Und im Unterschied zu den anderen Parks in Namibia lockt er seine Besucher nicht mit seiner Natur. Sondern mit den Wracks einst verunglückter Schiffe. Der Skeleton Coast National Park ist also ein Schiffsfriedhof. Und zwar der größte der Welt. Hunderte Schiffswrack liegen hier entlang der Atlantikküste. Es ergibt sich eine ergreifende Szenerie, die es sich wirklich anzusehen lohnt. Doch warum kommt es dort überhaupt zu so vielen Schiffsunglücken?
Seit jeher stellt die nördliche namibische Küste eine große Bedrohung für die Seefahrt dar. Die starken Winde, die an der Küste wehen, sind das eine. Das andere ist eine mächtige Strömung, die den Schiffen immer wieder zum Verhängnis wird. Und obendrein kommt dann noch der dichte Nebel vor und auf dem Festland Namibias dazu. Da ist ein Auflaufen auf die Felsformationen vor der Küste schon fast vorprogrammiert.
Selbst Wale sind diesen erschwerten Bedingungen schon häufig zum Opfer gefallen. Die Skelette der auf diese Weise verendeten Wesen sind genau wie die Schiffswracks immer noch in den Küstenregionen anzutreffen. Insgesamt kann die Skelettküste schon ein wenig gruselig wirken. Aber andererseits baut sich auch eine echt monumentale Kulisse vor Ihnen auf. Daher zählt der Skeleton Coast National Park zu den besten Sehenswürdigkeiten in Namibia. Ob er seinen Namen allerdings von den Walskeletten hat. Oder ob die „Skelette“ der auf Grund gelaufenen Schiffe gemeint sind, ist nicht ganz geklärt. Manche behaupten auch, einst wären die Skelette der Schiffbrüchigen dafür verantwortlich gewesen. Diese sahen sich nämlich in der Namib einer überlebensfeindlichen Umgebung ausgesetzt. Und so hatten sie meist nicht mehr Glück als die noch heute an der Küste liegenden Wale.