Gros Morne National Park – Neufundland Kanada

Der Gros Morne National Park ist einer von zwei Nationalparks auf Neufundland in Kanada. Mit seinen 1.805 km² Fläche ist er der zweitgrößte Nationalpark im Atlantischen Kanada. Der 806 Meter hohe Gipfel und Namensgeber Gros Morne befindet sich im Park. Außergewöhnliche Wanderungen, beeindruckende Wasserfälle, Süßwasserfjorde, Natur pur und eine wüstenartige Mondlandschaft sind im Gros Morne National Park zu finden und bieten für jeden die passende Aktivität. Lest im nachfolgenden Reisebericht alles zu meinen Erfahrungen im Gros Morne Nationalpark bei meiner Rundreise durch Neufundland 2024.

Der Gros Morne National Park

Der Gros Morne National Park ist 1805 km² groß und wurde 1987 zum UNESCO-Weltnaturerbe ernannt. Neufundlands zweithöchster Berg Gros Morne Mountain, ist Namensgeber und steht für „großer, allein stehender Berg“. Der Nationalpark befindet sich auf der westlichen Seite von Neufundland und die Landschaft besteht aus Fjorden, Buchten, Seen, Hochebenen und Gebirgstälern. Wenn man sich den Park auf der Karte anschaut, erkennt man, dass der südliche Teil durch einen Fjord vom restlichen Park getrennt ist.

Südlicher Teil – Tablelands

Im südlichen Teil befinden sich die Tablelands, eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten auf Neufundland. Die Tablelands sind der Grund dafür, warum der Park zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt wurde. An dieser Stelle sieht man tatsächlich den Erdmantel, was nur an wenigen Orten auf der Welt möglich ist. Die Gegend ist karg und wüstenähnlich. Auf dem Boden ist nämlich kein Pflanzenwachstum möglich. Durch die Tablelands geht ein einfacher Wanderweg.

Gros Morne National Park - In den Tablelands

Neben den Tablelands sind weitere tolle Wanderwege zu finden. Der Green Gardens Trail und der Weg zum Lockout Point am Besucherzentrum waren die Wege, welche wir erkundet haben. Zu den Orten im südlichen Teil zählen Trout River und Woody Point.

Nördlicher Teil – Rocky Harbour

Auf dem Weg nach Rocky Harbour kommt man an einigen Wasserfällen und Aussichtspunkten vorbei. In Rocky Harbour gibt es eine größere Anzahl an Übernachtungsmöglichkeiten und Verpflegungsmöglichkeiten. Zu den beliebtesten Attraktionen zählen die Bakers Brook Falls, der Lobster Cove Leuchtturm und der Bakers Brook Pond. Neben Rocky Harbour ist auch Norris Point ein nettes Örtchen, dem man einen kurzen Besuch abstatten kann.

Rocky Harbour im Gros Morne National Park

Tiere im Gros Morne National Park

Im Gros Morne sind eine Vielzahl an Tieren zu Hause. Hierzu zählen unter anderem Elche, Füchse, Luchse, Schwarzbären, Rentiere und Weißkopfseeadler. Aber auch Bären, Karibus, Eichhörnchen und Biber sind im Park zu finden und im Wasser können Wale beobachtet werden. Die Zeit im September / Oktober zählte nicht zu den besten Zeiten für die Tierbeobachtung. Außer Karibus, Eichhörnchen, Fröschen und einigen Vögeln haben wir leider keine Tiere zu Gesicht bekommen.

Meine Neufundland Rundreise 2024

Im September 2024 verbrachte ich knapp 3 Wochen auf Neufundland und lernte dieses wunderschöne Land im Zuge einer Mietwagen-Rundreise kennen. In dieser Zeit waren wir fast täglich wandern und haben dadurch traumhafte Gegenden entdeckt. Neben dem Nationalpark Gros Morne National Park haben wir auch viele kleine Orte und teils unbekannte Stellen besucht.

Alle Informationen zu meiner Route, den Unterkünften und meinen Aktivitäten vor Ort findest du hier:

Lage des Gros Morne National Park

Der Nationalpark Gros Morne befindet sich im Westen von Neufundland in den Long Range Mountains, einem Ausläufer der Appalachen.

Anreise zum Park

Meist kommt man über zwei Wege zum Gros Morne National Park. Entweder mit der Fähre von Nova Scotia und somit von Port aux Basques oder von der Hauptstadt St. John`s. Der Fähranleger in Port aux Basques ist rund 300 Kilometer vom Nationalpark entfernt und die Hauptstadt St. Johns sogar rund 650 Kilometer.

Auf Neufundland ist ein Mietwagen definitiv empfehlenswert und meiner Meinung nach sogar eine Grundvoraussetzung für den Urlaub auf Neufundland (außer ihr macht eine organisierte Busreise). Die Buchung eines Mietwagens kann aber unter Umständen nicht ganz einfach sein, da die Verfügbarkeit teilweise schlecht ist. Kümmert Euch am besten zu Beginn der Urlaubsplanung um den Mietwagen, stornieren könnt Ihr häufig immer noch, falls der Preis besser wird.

Gros Morne National Park auf Neufundland

Wie viel Zeit einplanen für den Gros Morne?

Die optimale Reisedauer für den Gros Morne hängt von Euren Vorlieben und geplanten Aktivitäten ab. Wir haben zwei Nächte im südlichen Teil in Bonne Bay verbracht und dort drei tolle Wanderungen unternommen. Danach sind wir nördlich nach Rocky Harbour gefahren und waren dort erneut zwei Nächte. Auch hier waren wir wandern, sind Aussichtspunkte angefahren und haben die Bootstour auf dem Western Brook Pond unternommen.

Für mich waren diese 4 Tage eine optimale Zeit für den Gros Morne Nationalpark. Wenn Ihr viel Zeit zur Verfügung habt und gerne aktiv in der Natur unterwegs seid, dann wird Euch auch in 5 oder 6 Tagen nicht langweilig werden. Solltet Ihr keine oder nur wenige große Wanderungen planen, könnten auch 2-3 Tage ausreichend sein, dann hat man für die einzelnen Sehenswürdigkeiten aber weniger Zeit.

Beste Reisezeit für einen Besuch im Gros Morne?

Die beste Reisezeit für den Gros Morne Nationalpark ist in den Sommermonaten zwischen Juni und September. In diesen Monaten ist es warm und alle Attraktionen und Wanderwege sind geöffnet. Außerdem ist dies auch eine gute Zeit für Tierbeobachtungen.

Wer meinen Reiseblog und mich kennt, der weiß: Die beste Reisezeit ist nicht meine bevorzugte Zeit für den Urlaub. Die beste Reisezeit hat immer den Nachteil, dass man sich meist in der Hauptreisezeit befindet. Teure Unterkünfte, überfüllte Attraktionen und Wanderwege und ausgebuchte Touren und Hotels sind häufig die Folge.

Ich bevorzuge lieber die Nebensaison und nehme damit gewisse Einschränkungen in Kauf. Dafür profitiere ich von den Vorteilen, wie günstigeren Preisen, und davon, die Natur oft ganz für mich alleine zu haben. Deshalb haben wir uns auf Neufundland für die Reisezeit September/Oktober entschieden und somit die Reisezeit kurz vor der absoluten Nebensaison des Winters gewählt. Auch wenn die Tierwelt teilweise schon ausgeflogen war, würde ich diesen Zeitpunkt immer wieder wählen, da wir oft ganz alleine unterwegs waren und dadurch einen extrem entspannten Urlaub verbracht haben.

Bakers Brook Falls Wanderung im Gros Morne National Park

Kosten und Ticket für den National Park

Der Eintritt in den Gros Morne kostet für Erwachsene 11 EUR pro Tag, für Senioren 9,50 EUR und für eine Familie 22 EUR. In der Nebensaison reduzieren sich die Kosten auf 9,00 bzw. 7,75 EUR für Senioren.

Der Eintritt in den Nationalpark ist aber auch durch den Discovery Pass abgedeckt. Mit diesem Jahrespass habt Ihr Zugang zu mehr als 80 Parks in Kanada. Der Parks Canada Discovery Pass kostet 75,25 CAD pro Person mit einer Gültigkeit von einem Jahr. Wir entscheiden uns bei jedem Kanada-Urlaub für diesen Pass, weil es einfach entspannt ist, nicht täglich ein Ticket kaufen zu müssen, und wir unterstützen dadurch noch die Parks in Kanada. 2024 haben wir den Pass erstmals vorab online bestellt und dies hat bestens funktioniert. ▶ zur Website vom Discovery Pass

Attraktionen im Gros Morne National Park

Der Gros Morne hat eine große Anzahl an Attraktionen zu bieten. Die meisten befinden sich im Freien und zeigen einen Einblick in die Landschaft des Nationalparks. Nachfolgend eine Übersicht der beliebtesten Aktivitäten im Gros Morne National Park:

Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten sind ein sehr allgemeiner Begriff und bezeichnen häufig auch Wanderungen und Bootstouren. Ich gehe hier hauptsächlich erst mal auf Aussichtspunkte und Sehenswürdigkeiten im Park ein.

Leuchtturm Lobster Cove Head

Eins meiner Highlights im Park war der Lobster Cove Head Leuchtturm, aber eigentlich nur wegen des traumhaften Sonnenuntergangs. Wir hatten den gesamten Tag regnerisches Wetter und die Sonne ließ sich nicht einmal blicken. Nach dem Abendessen klarte der Himmel aber ein wenig auf und wir fuhren einfach drauflos und hofften, vielleicht noch Glück zu haben. Tatsächlich klarte der Himmel auf und wir erlebten den Sonnenuntergang vor herrlicher Kulisse des Lobster Cove Leuchtturms.

Der Leuchtturm befindet sich oberhalb von Rocky Harbour. Im Inneren gibt es ein Museum und um ihn herum verschiedene Wanderwege.

Janniex House

Das Museum Janniex House befindet sich oberhalb von Norris Point. Wir waren nur am Aussichtspunkt vor dem Gebäude und haben die fantastische Aussicht genossen. Dieser kurze Abstecher ist definitiv empfehlenswert.

Janniex House in Norris Point

Green Point Geological Site

Dieser Punkt wurde uns von anderen Wanderern empfohlen, weshalb wir einen kurzen Stopp einplanten. Über einen Pfad kann man zum Ufer gelangen oder alternativ der Klippe folgen und über die Landzunge blicken. Am Green Point wurden geologische Fossilien entdeckt, die diesen Ort zu einem weltweiten geologischen Meilenstein machen. Dies war auch einer der Hauptgründe, warum der Park zum UNESCO-Weltkulturerbe wurde.

The Discovery Center

In Woody Point befindet sich das Besucherzentrum des Nationalparks. Das Discovery Center bietet interaktive Ausstellungen, Live-Programme, Theater, Souvenirladen und Kunstgalerie. Direkt am Center startet auch der Lookout Trail.

Parkplatz des Discover Center im Gros Morne National Park

Wanderungen

Ganz Neufundland hat unglaublich tolle Wanderwege zu bieten. Natürlich liegen einige davon auch im Nationalpark. Nachfolgend eine kleine Auswahl der Trails, dies ist aber nur eine kleine Auswahl meiner Favoriten.

Die Tablelands – Der Erdmantel

Der Trail in den Tablelands bezeichnet eher einen Spaziergang. Man benötigt keine große Ausdauer und auch kein besonderes Schuhwerk. Auch kann der Weg mit einem Kinderwagen gegangen werden. Dieser Weg führt durch die karge Gegend der Tablelands. Zu sehen gibt es eigentlich nichts 🤣, aber die Vorstellung, dass es sich um den Erdmantel handelt, ist schon spannend und interessant.

▶ Meine Route des Tablelands Spaziergangs*

Green Gardens

Abwechslungsreicher und anspruchsvoller ist hingegen die Wanderung des Green Garden Trails, welche sich nur wenige Kilometer neben den Tablelands befindet. Insgesamt gilt es, rund 10 Kilometer und 400 Höhenmeter zu überwinden. Der erste Teil ist recht eintönig und nicht wirklich spannend, aber wenn man das überstanden hat und in Richtung Küste kommt, wird der Weg wirklich toll. Am Ende kann man sogar hinab in eine tolle Bucht steigen und bei Ebbe auch eine Höhle besichtigen. Leider ist es ein One-Way und der Rückweg geht bergauf. Trotzdem eine wunderschöne Wanderung und definitiv eine Empfehlung.

▶ Green Gardens Trail – Meine Route*

Lookout Trail

Die dritte Wanderung an einem Tag haben wir dann noch auf dem Lookout Trail unternommen. Damit hatten wir die 20 Kilometer vollgemacht. Der Lookout Trail startet am Discovery Center und auf knapp 6 Kilometern geht es 320 Höhenmeter hinauf. Von oben hat man eine wundervolle Rundumsicht auf den Fjord und selbstverständlich sind auch rote Stühle oben zu finden. Ob die mit dem Hubschrauber hochgebracht wurden??? Eine tolle Wanderung und ein perfekter Ausklang des Tages, der Muskelkater am nächsten Tag war uns sicher.

▶ Meine Route zum Lookout*

Dies waren die drei bekanntesten Touren im südlichen Teil des Gros Morne National Parks. Weiter geht es in der Gegend um Rocky Harbour, wo es zwei bekannte Wanderungen zu erkunden gilt:

Bakers Brook Falls Trail

Diese Wanderung führt über 10 Kilometer zu den Bakers Brook Falls, breiten Wasserfällen, die über Kalksteinrücken stürzen. Auf dem Weg kommt man an einem Gehege vorbei, in welchem der Unterschied der Vegetation mit und ohne Elche demonstriert wird. Sehr beeindruckend, diese Auswirkungen zu sehen.

Wir hatten leider schlechtes Wetter an diesem Tag, aber die Wasserfälle waren sehr beeindruckend und die Mühe der Wanderung auf jeden Fall wert.

▶ Route bei AllTrails*

Gros Morne Summit – Gipfelaufstieg

Sehr lange haben wir darüber nachgedacht, ob wir den Aufstieg auf den Gros Morne wagen sollten. Die Wanderung umfasst immerhin 16 Kilometer und mehr als 800 Höhenmeter. Vor allem der letzte Teil geht über ein Geröllfeld und ist wirklich anstrengend. Auch der Rückweg wird als sehr schwierig und kräftezehrend beschrieben. Schlussendlich haben wir uns dagegen entschieden und sind lieber noch ein Stück südlich nach Corners Brook gefahren. Schließlich muss man sich ja noch etwas für den nächsten Neufundland-Urlaub aufheben…. 😉

Eine Übersicht meiner TOP 5 Wanderungen auf Neufundland findest du hier: Beste Wanderwege in Neufundland – Meine TOP 5

Bootsfahrten

Der Gros Morne Nationalpark ist wundervoll am Fjord und am Meer gelegen und somit bietet sich eine Bootstour perfekt an. Diese ist an mehreren Stellen möglich. Direkt von unserem Leuchtturm in Bonne Bay sind täglich mehrere Touren gestartet. Die beliebteste Tour befindet sich aber auf dem Western Brook Pond.

Western Brook Pond – Der Fjord

Die Bootstour auf dem Western Brook Pond gehört eigentlich zum Pflichtprogramm im Gros Morne National Park. Der 16 km lange und 165 Meter tiefe Fjord war früher mit dem Meer verbunden. Die Verbindung ging allerdings durch eine Erhebung der Küste verloren, und somit ist es mittlerweile eigentlich ein See. Dieser ist umgeben von bis zu 600 Meter hohen Bergen.

Der Western Brook Pont kann per Boot besichtigt werden. Der Touranbieter Bontour bietet hier die Western Brook Pond Tour an und diese kann ich absolut empfehlen. Um zum Bootsanleger zu kommen, muss man allerdings erst eine 3 Kilometer lange Wanderung auf sich nehmen. Wir haben uns für die Tour den perfekten Tag ausgesucht und hatten strahlenden Sonnenschein und blauen Himmel.

▶ Mein Bericht zur Western Brook Pond Bootstour

Übernachten im Groß Morne National Park

Theoretisch kann man auch mehrere Nächte in einer Unterkunft im Gros Morne übernachten und zu den einzelnen Punkten mit dem Mietwagen fahren. Da in der Mitte des Nationalparks allerdings ein Fjord gelegen ist, müsste man dort außenrumfahren. Hierfür ist eine knappe Stunde extra Fahrt einzuplanen. Solltet Ihr in einem der beiden Bereiche nur wenige Unternehmungen planen, ist dies kein Problem und in diesem Fall würde ich dies auch empfehlen. Sobald Ihr allerdings jeweils mehrere Tage dort verbringen möchtet, bietet sich ein Splitten der Übernachtungen an.

Meine Übernachtungen

Wir haben zwei Nächte in der Gegend der Tablelands in Bonne Bay übernachtet. Hier hatten wir uns für eine außergewöhnliche Unterkunft entschieden. Wir übernachteten in einem Leuchtturm direkt am Wasser. Ich kann nicht behaupten, dass es komfortabel war, aber es war definitiv ein Erlebnis. ▶ The Lighthouse Keepers Suite bei Airbnb

In Rocky Harbour haben wir uns auch für eine Airbnb-Wohnung entschieden. Das Lower Deck war modern eingerichtet und perfekt für den Aufenthalt geeignet. Zur Hauptreisezeit kann es in Rocky Harbour schnell voll werden, bucht somit zeitnah, bevor die Unterkünfte ausgebucht sind.

Unterkünfte im Gros Morne Nationalpark findest du hier: Unterkünfte im Gros Morne*

Restaurants und Supermärkte

In Rocky Harbour findet man einen größeren Supermarkt, Liquor Stores und kleinere Gemischtwarenläden. Auch gibt es eine größere Anzahl an Restaurants und Cafés. Wir waren im Buoy & Arrow Restaurant und bei Greco Pizza. Beides können wir empfehlen.

In Woody Point ist die Auswahl definitiv kleiner. Im Winter gab es tatsächlich nur wenige geöffnete Restaurants. Wir waren beide Abende im Merchant Warehouse und waren zufrieden. Im Sommer ist die Auswahl aber etwas größer. Auch ein Supermarkt ist in Woody Point vorhanden, in welchem man alles Notwendige findet. Gefrühstückt haben wir immer direkt im Leuchtturm und auch zum Mittagessen haben wir auf den Picknickplätzen direkt am Meer ein Sandwich gegessen. Traumhaft schön!

Mein Aufenthalt im Gros Morne National Park

Wir haben zuerst zwei Nächte in Bonne Bay im Leuchtturm verbracht. Da wir am Anreisetag morgens noch den Alexander Murray Hiking Trail gegangen sind, kamen wir erst am späten Nachmittag im Gros Morne Nationalpark an. Somit mussten wir die drei geplanten Wanderungen alle an einem Tag durchführen. Green Gardens Trail, Tablelands und zum Schluss noch den Aufstieg am Lookout Trail. Puh, das waren mehr als 20 Kilometer und viele Höhenmeter. Das Abendessen in Woody Point hatten wir uns redlich verdient und den Muskelkater am nächsten Tag auch.

Am dritten Tag fuhren wir weiter Richtung Rocky Harbour, wo wir in einer netten Airbnb Wohnung zwei weitere Tage übernachteten. Auf dem Weg hielten wir kurz am Mattie Mitchell Trail und an den South East Brook Falls. Auch ein Aussichtspunkt lag noch auf dem Weg und bot einen ersten Blick in diesen Teil des Parks. Für den Tag hatten wir auch die Bootsfahrt auf dem Western Brook Pond geplant, und daher machten wir uns nach dem Greens Point auf den Weg zum Bootsanleger. Nach dieser wunderschönen Bootsfahrt führen wir noch ein wenig durch Rocky Harbour und Norris Point und erlebten einen tollen Sonnenuntergang.

Der vierte Tag im Gros Morne war regnerisch, somit verbrachten wir den Vormittag in unserem Airbnb. Nachmittags wagten wir uns dann doch zu den Bakers Brook Falls und gingen wandern. Abends meinte die Sonne es nochmals gut mit uns und schenkte uns einen tollen Sonnenuntergang am Lobster Cove Leuchtturm. Nach diesen vier tollen Tagen im Nationalpark ging es für uns weiter über Corners Brook nach York Harbour.

Fazit zum Gros Morne National Park

Der Besuch im Gros Morne Nationalpark gehört für mich zu den wichtigsten Attraktionen auf Neufundland. Man kann viel Zeit in der Natur verbringen und eine beeindruckende Landschaft erleben. Die Wanderungen sind abwechslungsreich und empfehlenswert. Wobei ich sagen muss, dass der Rest von Neufundland nicht weniger tolle Wanderungen im Angebot hat. Ganz im Gegenteil: Meine Lieblingswanderungen befanden sich tatsächlich nicht im Nationalpark. 😁

Leider hatten wir kein Glück mit der Tierwelt im Gros Morne, wir haben bisher nicht einmal einen Elch gesehen. Aber dies lag vermutlich an unserer Reisezeit. Rocky Harbour ist ein hübscher und einladender Ort. Hier kann man problemlos ein paar Tage verbringen, wobei es hier in der Saison vermutlich auch schnell voll wird. Woody Point ist eher ein verschlafenes Dorf und hat mir lange nicht so gut gefallen wie Rocky Harbour. Leider haben wir den nördlichen Teil bis Cow Head nicht mehr erleben können, da einfach keine Zeit mehr war.

Wir haben den Gros Morne dem Terra Nova Nationalpark vorgezogen und dies war definitiv die richtige Entscheidung. Beim nächsten Urlaub machen wir dann den Terra Nova und holen zusätzlich die Wanderung zum Gros Morne Gipfel nach.

Sonnenaufgang im Gros Morne National Park

Reisetipps für Euren Neufundland Urlaub

  • Kümmert Euch nach dem Flug als Erstes um den Mietwagen und macht zumindest eine Sicherheitsbuchung. Empfehlenswert sind hier die Angebote von USA to Go*.
  • Unterschätzt die Entfernungen auf Neufundland nicht. Von Ost nach West ist es wirklich weit und man darf höchstens 100 km/h fahren, häufig sogar nur 80 oder 90 km/h.
  • Wenn ihr über Halifax anreist, könnt ihr mit der Fähre nach Neufundland kommen. Im Sommer gibt es zwei Verbindungen und ihr könnt somit rundfahren und müsst nicht eine Strecke doppelt fahren. Alternativ könnt Ihr auch von St. John’s zurückfliegen, aber hier wird dann eine Einwegmiete für den Mietwagen fällig. Die Fähre kann auch über Nacht gebucht werden, somit spart ihr eine Übernachtung.
  • Das Wetter auf Neufundland ist sehr wechselhaft. In einem Moment scheint die Sonne und im nächsten regnet es. Eine Auswahl an verschiedenen Kleidungsstücken sollte somit immer im Rucksack enthalten sein. Ich habe hierfür den Deuter Freerider Rucksack* im Einsatz, hier kommst du zu meinem Erfahrungsbericht:
  • Da Elche auf Neufundland stark vertreten sind, wird empfohlen, im Dunkeln kein Auto zu fahren. Das Risiko eines Unfalls ist nämlich recht hoch, und das kann im Urlaub definitiv niemand gebrauchen.

Meine Empfehlungen zu Neufundland

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  • Zur Organisation meiner Rundreisen nutzte ich sehr gerne die Lambus App. Mit dieser kann ich meine gesamte Route inklusive Unterkünften, Zwischenstopps, Aktivitäten, Restaurants und Sehenswürdigkeiten verwalten. Zusätzlich lade ich alle Dokumente hoch und habe dadurch alles griffbereit in einer App. Mittlerweile war es die dritte Rundreise, bei der ich die Lambus App genutzt habe, und ich kann sie Euch daher nur ans Herz legen.
  • Wenn Ihr auf der Suche nach einem Reiseführer für Neufundland seid, kann ich Euch zwei Empfehlungen geben:
    • Kostenlos könnt Ihr euch den Travellers Guide herunterladen oder zuschicken lassen. Das ist ein dickes Heft, in dem vieles Nützliche steht. Ihr findet dort Restaurants, Unterkünfte und Sehenswürdigkeiten. Es ist nicht vergleichbar mit einem Reiseführer, sondern eher mit den Gelben Seiten. ▶ zum Travellers Guide
    • Ich hatte Reiseführer über den Osten von Kanada im Einsatz, hier ist auch Neufundland enthalten. Leider nur recht oberflächlich, aber für den ersten Überblick trotzdem hilfreich:
    • Tolle Tipps habe ich in einem speziellen Reiseführer für Neufundland erhalten:

Meine weiten Neufundland Berichte

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